Ein besonderer Pflanzendom entsteht – Form mit Perspektive

Mehr als eine typische Weidenkonstruktion

Auf dem Gelände der Landesgartenschau 2027 entsteht eine besondere Konstruktion, die auf den ersten Blick vertraut wirkt – und sich bei genauerem Hinsehen deutlich von klassischen Pflanzformen unterscheidet. Ein Pflanzendom aus Zierapfelbäumen verbindet gestalterischen Anspruch mit langfristiger Entwicklung.

Üblicherweise werden solche rankenden oder gewachsenen Formen aus Weide gestaltet. Dieses Material eignet sich besonders gut, da es flexibel ist, schnell wächst und sich leicht in Form bringen lässt. Der Einsatz von Zierapfel stellt hingegen andere Anforderungen an Planung und Umsetzung. Die Gehölze sind weniger biegsam, wachsen langsamer und benötigen in der Anfangsphase deutlich mehr Pflege.

Gerade diese Eigenschaften machen den Pflanzendom zu einem besonderen Projekt: Die gewünschte Form entsteht nicht in kurzer Zeit, sondern entwickelt sich Schritt für Schritt über mehrere Vegetationsperioden hinweg. Das bedeutet, dass die Konstruktion kontinuierlich begleitet, gepflegt und behutsam aufgebaut werden muss. Wachstum wird hier nicht beschleunigt, sondern bewusst gestaltet.

Ein Gartenobjekt im Wandel der Jahreszeiten

Der Aufwand zeigt sich vor allem in der Wirkung des späteren Gartenelements. Der Pflanzendom verändert sich im Laufe des Jahres und bietet zu jeder Jahreszeit ein anderes Erscheinungsbild.

Im Frühjahr entsteht ein dichter Blütenraum, der wie eine geschlossene, helle Blütenhaube wirkt. Im Sommer verwandelt sich die Konstruktion in einen schattenspendenden Rückzugsort mit hoher Aufenthaltsqualität. Im Herbst setzen die kleinen Früchte des Zierapfels natürliche Akzente und verleihen dem Objekt einen zusätzlichen gestalterischen Wert.

Damit wird der Pflanzendom nicht nur zu einem architektonischen Element im Garten, sondern zu einem lebendigen Bestandteil der Gesamtanlage.

Gestaltung als langfristiger Prozess

Der Dom steht beispielhaft für einen wichtigen Ansatz der Landesgartenschau: Es geht nicht allein um das fertige Bild, sondern um den Weg dorthin. Die Entwicklung von Pflanzenstrukturen benötigt Zeit, Geduld und fachliches Verständnis.

Gerade in diesem Zusammenspiel aus Planung, Pflege und Wachstum entsteht ein Ort, der sich nicht statisch präsentiert, sondern sich fortlaufend verändert und dabei immer wieder neue Eindrücke bietet.

Ein Blick in die Zukunft der Gartengestaltung

Der Pflanzendom zeigt, wie moderne Gartengestaltung natürliche Prozesse einbezieht und sichtbar macht. Er verbindet handwerkliche Arbeit mit der Dynamik lebender Materialien und fügt sich damit in das Gesamtkonzept der Landesgartenschau 2027 ein.

Für Besucher wird er nicht nur ein Blickfang sein, sondern auch ein Beispiel dafür, wie aus einer Idee über Zeit ein ganz besonderer Erlebnisort entstehen kann.

 

Kontakt

Landesgartenschau Aue-Bad Schlema gemeinnützige GmbH
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Bernd Birkigt, Geschäftsführer
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